07 Februar 2009

Samstag, 07. Februar 2009
Kurz vor 5, es klingelt und Karsten steht vor der Tür, denn es geht in den Skiurlaub nach Lech. Kurz darauf ist auch Julia da und um 5 geht es pünktlich auf die Autobahn. Dieses Jahr kommen wir so super gut durch, daß wir schon um 20 nach 10 am Lift stehen. Einfach nur super, denn zu Mittag kommt sogar die Sonne raus und wir können zum Essen im Mohnenfluh sogar draussen sitzen. Nachmittags geht es noch nach Zürs. Den Abschluß des gelungenen Skitages macht die Abfahrt vom Madloch, die ich letztes Jahr noch (zum Teil) auf dem Rücken zurücklegte. Diesmal geht es in kontrollierten Schwüngen durch die Buckel, einfach nur geil.

Lech

Zürs

Wolken und Berge

Sonntag, 08. Februar 2009
Heute stehe ich mich etwas Spannung auf, denn ich habe Unterricht bei einem Privatskilehrer. Ein Blick nach draussen verheißt nichts Gutes, denn es schneit, wie schon die ganze Nacht. Drum gehen wir auch etwas später zum Frühstück und stehen erst gegen halb 10 am Lift. Eine Abfahrt lohnt sich für mich nicht, denn um 10 soll ich meinen Skilehrer treffen. Also gehe ich gleich zur Skischule und warte dann auf Bruno. Der kommt nach einer Weile und los geht es. Ich möchte meine Technik verbessern und vor allem meine Schulterdrehbewegung weg bekommen. Kein Problem meint Bruno und erklärt die erste Übung. Der Vormittag verfliegt mit Schulter, Hand, Stock und ich weiß nicht wie vielen Anweisungen und ich habe das Gefühl es wird echt besser. Schade nur, dass die Sicht so schlecht ist.
Nachmittags läßt mich Bruno auch mal ohne Stöcke die Piste herunterfahren. Das ist eine komische Erfahrung, bringt aber echt etwas für die Haltung. Pünktlich um 15 Uhr stehen wir wieder an der Skischule. Jetzt bin ich gespannt, ob Julia und Karsten, die mich dort abholen, eine Veränderung bemerken. Ja und wirklich, nicht nur ich habe ein besseres Gefühl, auch Julia meint, dass ich besser auf den Ski stehe, einfach toll!!!

Montag, 09. Februar 2009
Auf geht es, das Gelernte auch anzuwenden. Das klappt zunächst auch ganz gut. Allerdings merke ich schon zur Mittagszeit, dass ich irgendwie schlapp bin. Die Nacht hatte ich schon nicht gut geschlafen und nun bin ich einfach nicht gut drauf. Hoffentlich kommt keine Erkältung! Immerhin ist das Wetter nicht so schlecht und der Schneefall die Nacht hindurch hat einige Tiefschneeabfahrten gebracht. Das ist aber in meinem Zustand nicht so das Wahre und so müssen Julia und Karsten schon mal warten, während ich mich aus dem Schnee wühle. Soll ich vielleicht nochmal einen Tag Skikurs nehmen?

Sonne am Berg

Tiefschneehänge

Winter in Zürs

Dienstag, 10. Februar 2009

Schon am Morgen ist klar, das Wetter ist einfach Kacke: Schneefall, schlechte Sicht und vor allem Wind. An der Talstation sehen wir, dass nur wenige Lifte geöffnet sind. Das kann ja heiter werden denke ich. Nach einer Weile sind alle Pisten abgefahren, die Stimmung ist nicht gerade Bestens, aber gegen Wetter kann man nichts tun. Nach dem Essen beschließe ich ins Hotel zu gehen, denn ein wenig Wellness und Lesen wird mir gut tun. Vorher frage ich allerdings in der Skischule nach, ob Bruno die Tage nochmal Zeit für mich hat. Prima, am Donnerstag kann ich nochmal mit ihm Skifahren gehen.
Nachmittags ruft Karsten an, die beiden konnten noch eine schöne Abfahrt "Langer Zug" machen, allerdings machte die Gondel für eine zweite Runde vor der Nase zu. Drum war es nun Zeit für eine Shoppingrunde bei Strolz. Natürlich finden Julia und ich auch etwas, das wir unbedingt brauchen. Nur Karsten geht leer aus, wir können ihn nicht zu einer neuen Skihose überreden.
Aprés Ski gibt es noch beim Tannenberger Hof und nach 4 Bier und guter Stimmung geht es ins Hotel zum Aufwärmen in der Sauna.

Winter in Zürs

Nach 2 Bier

Mittwoch 11. Februar 2009
Schnee, Schnee, Schnee, so ist dieser Tag zu beschreiben. So viel Schnee habe ich schon lange nicht mehr gesehen, wenn überhaupt. Er kommt ununterbrochen in dicken Flocken vom Himmel herunter. Ein Vorteil ist allerdings, daß es super Pistenverhältnisse gibt. Wir können den ganzen Tag Tiefschnee fahren und das nicht neben, sondern auf der Piste. Die Beine brennen zwar, denn im tiefen Schnee brauche ich immer noch viel zu viel Kraft, aber es macht super viel Spaß. Mal sehen, was Bruno mir morgen beibringen kann.

Wetter

Schnee

Welches Auto?

Donnerstag 12. Februar 2009
Am Morgen stehe ich pünktlich an der Skischule und warte auf Bruno, aber Bruno kommt nicht. Also bekomme ich einen anderen Skilehrer zugewiesen: Florian.
Er fragt mich gleich bei der Liftfahrt, ob ich etwas vom alpinen Fahrverhalten weiß. Oooups denke ich, da gibt es auch ein wenig Theorie und so ist es dann auch. Neben diversen Abfahrübungen erklärt mir Florian auch immer wieder etwas zur Haltung. Das ist super interessant und wir haben sau viel Spaß. Ich merke die Kombination zwischen Theorie und Praxis tut mir gut, denn so weiß ich wozu welche Position gut ist. Ich komme mit weniger Kraft durch den Tiefschnee und bin viel sicherer bei steilen Abfahrten. Zwischendurch treffen wir Julia und Karsten, die glaube ich doch ziemlich neugierig sind. Viel zu schnell vergeht die Zeit und kurz nach 15 Uhr ist der Unterricht zu Ende. Ich fahre noch einige Abfahrten mit Julia und Karsten. Allerdings merke ich, daß ich diesen Tag sehr viel getan habe und bin doch recht froh, als wir dann zum Bier trinken übergehen.

Florian, mein Skilehrer Florian, mein Skilehrer

Freitag, 13. Februar 2009
Unser letzter Skitag und es schneit immer noch. Einige Lifte sind gesperrt und so können wir nicht die Runde über Zürs und Madloch drehen. Die Stimmung bei Julia und Karsten ist unterirdisch, aber ich denke nur daran meine Schwünge nach den Anweisungen von Florian zu setzen. Üben kann ich auch im Schneetreiben!
Am Nachmittag reißt der Himmel etwas auf und auch die Stimmung wird deutlich besser. Endlich können wir die Piste sehen und uns gelingen noch einige schöne Abfahrten. So geht langsam eine tolle und für mich sehr erfolgreiche Skiwoche zu Ende.
Am Hotel machen wir uns daran das Auto auszugraben, 4 Tage ununterbrochener Schneefall hat es ziemlich zugeschüttet. Wir fragen uns auch, wie wir morgen nach Hause kommen. Die letzten Tage wurde immer mal wieder von Schneekettenpflicht gesprochen und so etwas hatte ich nicht dabei...

Sprich mich nicht an!

Winter in Lech

Auto ausbuddeln

Auto ausbuddeln

Samstag, 14. Februar 2009
Heute geht es leider nach Hause, die Frage ist wie, denn für den Flexenpaß besteht Schneekettenpflicht. Ein freundlicher Autofahrer meint, daß wir bei der Garage im Ort Schneeketten leihen können. Zum Glück kommt unser Vermieter vorbei. Er erkundigt sich noch beim Polizeichef, ob es wirklich eine Schneekettenpflicht gibt und macht sich nach Bestätigung dran uns seine Ketten zu leihen. Diese sind zwar eigentlich zu klein, aber er schafft es sie zu montieren. In Klösterle sollen wir sie dann abgeben, er bekommt sie dann gebracht. Wir bedanken uns herzlich und fahren los. Die Rückgabe der Schneeketten klappt prima und wir kommen erstmal ganz gut durch bis zum Pfändertunnel. Ab da gibt es wie jedes Jahr immer wieder Staus, aber auf der Rückreise ist mir das eigentlich egal. Am späten Nachmittag sind wir in Eberstadt, wo Julia und Karsten ihre Autos vom Schnee befreien müssen. Hier ist also auch immer noch Winter.
Ein super schöner Skiurlaub zu Ende, bis nächstes Jahr, mal schauen wo...